Spätsommerfest 2018

Wie alles begann

Mit „Machen-wir-was“ im Alltag ein wenig Sonnenschein für Menschen, die sich aus den verschiedensten Gründen nicht unbedingt im großen Pulk, wo keiner den anderen kennt oder kaum wahrnimmt, treffen möchten.

Und eben dieses Bedürfnis hatte ich auch, nachdem ich meinen Wohnsitz am jungen Neckar aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste.

Doch im siebten Lebensjahrzehnt ist das gar nicht so einfach, wenn man aus der Provinz plötzlich in der Stadt seine Heimstadt findet. Wohne mit meinen Liebsten – ein sogenanntes Dreigenerationen-Haus – nun in der Sternestadt.

Sie sind oft mit mir unterwegs und vor zwei Jahren z. B. lernte ich die  Kulturinsel „Zollamt“ im Neckarpark in einem alten Gemäuer kennen. Während ich mir die Musik im Innenhof anhöre, schauen sie sich in den Gebäuden um und drücken  mir einen Flyer von „Machen wir was“ in die Hand. Schenke diesem zunächst keine Beachtung. Doch nach einiger Zeit nehme ich per E-Mail-Kontakt auf und melde mich sogar mit Konterfei  an.

Mein nächster Schritt,  ich benutzte das „Schwarze Brett“ um Spielfreunde  für’s Canasta-Spieler/-innen zu finden.
Und nach weiteren ca. vier bis sechs Wochen melden sich in der Tat fünf Herren.
Musste erst mal schlucken, weshalb kein weibliches Wesen?
Egal, wir verabreden uns, da ich zu 80 % gehbehindert bin, nicht ganz so einfach, zumindest für mich (die Gründe will ich hier nicht näher erläutern). Die Herren waren jedoch gleich bereit den Weg nach Untertürkheim in Kauf zu nehmen und so spielen wir nun jeden Dienstag in der Begegnungsstätte der AWO in Untertürkheim Canasta.

Die kleinen Männchen und Gebäude von Stuttgart aus dem Erklärfilm sind zu sehen.

Spätsommerfest 2018

Leider sind die Treffen von „Machen wir was“ meistens zu weit entfernt für mich mit dem E-Mobil, doch diesen Sommer – endlich – bot sich eine Gelegenheit, dass auch ich beim „Spätsommerfest“ im Kulturwerk im Stuttgarter-Ostend  endlich die Macher/-innen von „Machen wir was“ mal persönlich kennenlernen durfte und auch Gleichgesinnte traf.

„Meine Herren“ ließen sich auch gleich darauf ein, so dass wir zu Viert die Runde vergrößerten. Zwei von uns waren mit dem Auto pünktlich da und hüteten einen tollen freien Platz für mich mit meinem Ungetüm. Wolfgang, der Geographie mehr als kundig, begleitete mich per pedes.

Bunte Luftballons wiesen uns zum behinderten Hintereingang der Lokalität.
Mit Namen wurden wir von zwei freundlich lächelnden jungen Damen gleich empfangen.

Und ich traute meinen Augen kaum, grad überquer ich die Schwelle, lacht uns ein leckeres Büfett entgegen, welches wir dann auch noch mit Brezeln sowie Korinthen-Apfel-Stuten – mit Butter-  eine norddeutsche Spezialität, bereicherten.

Drei junge Künstler sorgten mit gut ausgewählten Gesang- und Musikstücken, die sie gekonnt darboten, für Kurzweil, so dass die Zeit wie im Zeitraffer vorbei flog.

Was mir sehr positiv auffiel, es gab keinerlei Berührungsängste, egal welch „Päcklein“ der Einzelne im Alltag zu bewältigen hat.

Wesentlichen Anteil daran hatten die beiden Damen von „Machen wir was“, die stets ein Lächeln im Gesicht hatten und dies wirkte nicht aufgesetzt, sondern von Herzen kommend.

Weitere Bekanntschaften, die zwischenzeitlich gepflegt werden, ergaben sich für mich.
Eine Dame traf ich übrigens bei der „Made in Stuggi-Messe“ in der Phönixhalle im Römerkastell am „Machen-wir-was“-Stand  heuer wieder.
Welch Wiedersehensfreunde mit Silvana!
Derweil sind wir per whats-app in Kontakt.
Ganz arg freue ich mich auf den nächsten Kartenspiel-Dienstag.
Der Grund:  Silvana wird kommen und sich vielleicht vom Canasta-Virus inspirieren lassen

Was sagt man so schnell daher, einen alten Baum sollte man nicht verpflanzen.
Dem möchte ich hiermit energisch widersprechen, denn durch „Machen wir was“ konnte ich hier recht schnell Wurzeln schlagen und liebenswerte Menschen kennenlernen zu Spiel, Spaß und geselligem Beisammensein.
Bin gespannt, welch Überraschungen die Zukunft noch bereit hält?

Ein dickes DRÜCKERLE allen, die dies möglich machen von Gundi