W o r t e
Deine Worte ziehen Kreise. Werden lauter und nicht leiser …
Von Tabea Booz
Am 11. April fand das Konzert von Tabea Booz im Treff im Krokodil statt
Nachfolgend lest ihr den tollen Bericht von Gundi.
Vielen Dank dafür!
Im Nu verflogen die Stunden beim „Hauskonzert“ im „Krokodil“ am Mühlkanal, zu dem auch „Machen-wir-was“ Gäste geladen waren.
Gänsehaut pur erleben alle Anwesenden bei den ehrlich und gut durchdachten Texten, die uns Tabea Booz mit ihrer souligen Stimme mit Pop-Neigungen und Jazz-Sympathien zu Gehör brachte. In den Gesichtern, Lauten , Bewegungen und Applaus stand alles imaginär im Raum.
Wir waren gefangen bei einigen Titel sogar sehr extrem „Fliegen“ Die scheinbar unausweichliche Kreisform in der wir uns viel zu oft drehen und die Vorstellung diese Form zu durchbrechen um auf ungeraden Linien davon zu fliegen. Viel zu selten trauen wir uns nicht und fühlen uns gefangen, um neue Wege des Miteinanders und nicht Gegeneinander zu finden. Wir echt hat sie mit ihrer politischen Popnummer „Worte“. Mit starken Worten und selbstbewusster Stimme stellt sie nicht nur sich selbst in Frage wofür man einsteht. Gegen Rassismus und Diskriminierung und für ein gerechteres und respektvolleres Miteinander singt sich Tabea Booz dieses Verlangen aus der Seele.
Auch der Song „Du bist genug“, eine schlichte wichtige Aussage, die wie ein Mantra immer wieder erklingt. In dem poppig, eingängigen Schlag, singt sie immer wieder diese drei Worte und schließt mit der Frage an „worauf wartest du?“. Es ist eine vertonte Ermutigung sich selbst nicht zu verlieren, im Moment zu bleiben und den Anspruch an Perfektion abzulegen.
„Balance“ – Ein sanfter und poetischer Song, der erdet und gleichzeitig auf Wolken bettet. „Balance“ ist ein Song der mit seiner Reduzierung Stärke und Ruhe ausstrahlt. Ein Balanceakt der in diesen turbulenten Zeiten Balsam für die Seele ist „Bauchgefühl“ hier zeigt sie ihre ganze Strahlkraft ihrer umwerfenden Stimme, die mal bezirzend weich und mal voll und warm klingen kann. Ein waschechtes Liebeslied – auch an sich selbst und den eigenen Körper gerichtet. Voller intimer Beobachtungen, zarter Details und leidenschaftlichen Beschwörungen. „Hier will ich sein, hier kann ich sein“, ruft Tabea Booz enthusiastisch beim Refrain
Tabea Booz ist Sängerin und Songwriterin, die sich ihren Platz im deutschsprachigen SoulPop geschaffen hat. Die Musik zieht sich durch ihr Leben wie ein bunter Faden.
Die Thematik von „Worte“ ist ernst: Rassismus und Diskriminierung werden angesprochen und bloßgestellt. Was tue ich dagegen? „Ich will sagen, wenn ich Unrecht seh’…“ Gleich werden die Zuhörer angesprochen: Was tun sie, wenn sie eine schlimme Beobachtung machen? Was tun wir gegen Diskriminierung und Ausgrenzung? „Lass uns was sagen, wenn das Kind dort weint…“ Und: „Lass uns was sagen, wenn sie Hilfe braucht“, sind nur Beispiele für vielerlei Alltagssitu-ationen, wie sie wohl jeder schon erlebt hat. Mit der Aufforderung „Komm, mach‘ den Mund auf…“ will Tabea die Hörer zum Mitmachen gegen Diskriminierung und zum Einstehen für Andere animieren. Durch gemeinsames Einstehen gegen Unrecht kann mehr erreicht werden.
Schon mit drei Jahren hatte Tabea eine Geige in der Hand, es folgten Klavier- und Gesangsunterricht. Sie fing an ihre eigenen Songs zu schreiben. Diese sollten nicht nur Ventil, sondern auch Inspiration sein und im Leben anderer Menschen nachklingen. Bei den Dagewesenen werden ihre Songs lange, sehr lange Nachklingen.
Gundi Liebehenschel











