Am 13. Mai fand unser gemeinsamer Stadtführung statt.
Nachfolgend lest ihr den tollen Bericht von Gundi mit Fotos Gundi.
Vielen Dank dafür!
Stadtführung im Wonnemonat Mai 2026 von „Machen-wir-was“
Der Eisheilige Servatius hatte am 13. Mai erbarmen mit uns, denn außer einigen Windböen bescherte er uns trockenes Wetter.
Und unsere Stadtführern Renate Stadler schenkte und zwei lehrreiche und unterhaltsameStunden beim Stadtbummel.
Sie hatte viele Details für uns parat, mal geschichtsträchtig oder auch zum Schmunzeln.
Am Landtagsgebäude, bei dem Stunden zuvor der neue Landesvater Cem Özdemir gewähtt wurde, starteten wir unsere Tour.
Bereits entlang der Strecke zum Alten Schloss ließen wir uns verzaubern vom Aufwachen der Natur, sattgrüne Rasenflächen, Brunnen die goldschimmernd uns entgegenteuchteten, Bauwerke die uns grüßten mat altehrwürdig oder als „Glastempel“.
Wie heißt es so schön, alles hat seine Zeit.
Klar machten wir im Innenraum des Alten Schlosses ein Gruppenfoto, das bot sich natürlich an. Auch hörten wir den Glockenschlag der ersten evangelisch-lutherischen Kirche Württembergs, die nach der Reformation als solche gebaut wurde.
Die zwei Ziegenböcke an der Schlosskirche in Stuttgart symbolisieren einen Konflikt, der aus der Situation entsteht, dass die Ziegenböcke auf einem schmalen Steg über einem Bach stehen und sich gegenseitig den Weg verwehren. Diese Legende wird oft als Hinweis auf die Kompromissfähigkeit von Ratsherren interpretiert, da die Ziegenböcke schließlich ins Wasser fallen, weil sie sich auf dem Steg unvernünftig um den Weg streiten.
Renate machte uns auf viele kleine Details der Führung aufmerksam. Einige davon spiegeln sich in den Kollagen wider, die zu diesen Zeilen gehören.
Gänsehaut bescherten uns ihre Erzählungen des Bunkers am Marktplatz vor dem Rathaus.
Einige von uns ahnten kaum, dass tief darunter ein geheimnisvolles Bunkerhotel verborgen ist. Im Zweiten Weltkrieg fanden hier rund 3.000 Menschen Schutz, später übernachteten sogar Prominente in dem skurrilen Hotel. Seit 1984 ist der Ort ein Museum. Nur einmal im Jahr zur Langen Nacht der Museen öffnen sich die meterdicken Türen und geben spannende Einblicke in die fensterlosen Zimmer. Ein Besuch fühlt sich an wie eine kleine Zeitreise unter die Stadt. Gänsehaut pur, jedoch lange Warteschlangen inklusiv.
Recht schnell erwarte uns das krasse Gegenteil, eine Halle der Köstlichkeiten, die seit dem Jahr 1914 den Speichelfluss anregt. Sie gilt als die schönste Markthalle Deutschlands:
Wenn man durch eine der schweren Türen geht, betritt man eine andere Welt. Erlesene Südfrüchte, exotische Gewürze, regionales Gemüse, fangfrischer Fisch und vieles mehr locken an jeder Ecke des historischen Gebäudes im Herzen der Stadt.
Der Ceresbrunnen in der Markthalle wurde 1916 von Ulfert Janssen geschaffen und ist eine bedeutende Sehenswürdigkeit in der Stadt. Er wurde 2009 wiederhergestellt und ist bekannt für seine Figurengruppe, die die Göttin Ceres darstellt.






